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NANA-SKULPTUREN

Info aus der Werkstatt

Herstellung des Grundaufbaues der Nana: Aus einer Styrodurplatte werden die Umrisse der späteren Skulptur mit einer Stichsäge oder einem Cuttermesser ausgeschnitten. Der spätere Ständer der Skulptur, ein Besenstiel oder ein 15mm Kupferrohr, wird mittels Schnellspannbändern auf der Styrodur-Silhuette befestigt und mit Montagekleber fixiert. Nun kann das Drahtgeflecht oder eine grobmaschige Gardine mit Pappnägeln oder ähnlichem Befestigungsmaterial auf dem Styrodur angebracht werden. Grosse Skulptur-Teile der Nana, wie z.B. der Busen oder der Hintern werden durch rund Styrodur-Ausschnitte aufgefüttert. Dies spart zum einen Gewicht der Skulptur und die Menge an benötigtem Beton ein.

mit Gardine bespannt
mit Glasfasermatte
letzte Schicht DSCF2497_800 x 600

Materialwahl: Hier sollte man sich nun entscheiden, ob die Nana im Innenbereich, im geschützen Aussenberich (z.B. überdachte Terrasse od.ähnlich) , oder im Freien stehen soll. Für den Innenbereich und dem geschützten Aussenbereich kann man als Modeliermasse durchaus Gips verwenden. Soll die Nana jedoch im Freien stehen muss man Betonspachtel oder ein anderes Beton-Produkt, -das feinkörnig ist- verwenden. Der von mir verwendete Beton hat zusätzlich einen hohen Kunststoffanteil (dies erhöht natürlich die Fertigungskosten)!

Arbeitsschritte : Der Beton wird zäh angemacht und nach und nach auf den Skulpturkörper aufgebracht. In dieser Phase ist es von Vorteil, wenn das Skulpturgerüst eben liegt. Es wird zuerst eine Seite der Skulptur, am nächsten Tag die andere Seite der Skulptur mit Beton bestrichen und jeweils Teile der Nana, wie .z.B. Busen, Oberschenkel und Hintern grob ausgearbeitet. Dies heisst, es wird hier mehr Beton aufgetragen. Je nach Umgebungstemperatur wird der aufgebrachte Beton mittels Wasser-Sprühflasche feucht gehalten, um eine zuschnelle Austrocknung zu verhindern.

Nach der kompletten Austrocknung des Betons, wird Betonspachtel breiig angerührt und nach und nach eine dünne Lage auf die Skulptur aufgebracht. In die feuchte Schicht werden Glasfasermatten gelegt. Bei allen Arbeiten trage ich Gummi- bzw. Einweghandschuhe. Durch grobes abreiben des Figur wird schon Vorgeglättet.

Nach der Austrocknung werden grobe Unebenheiten entfernt bzw. angeschliffen. Oder eventuelle Löcher mit Betonspachtel ausgefüllt. Nun wird der Endbelag, -wieder mit Betonspachtel- aufgetragen. Der Betonspachtel wird nun etwas flüssiger angerührt. Die Masse wird nun auf der Skulptur verrieben und eventuelle Feinheiten hervorgehoben.

Die Skulptur sollte nun endgültig austrocknen.

Oberfächenbehandlung für Skulptuen für den freien Aussenbereich: Die Nana wird nacheinander und unter Beachtung der Trocknungszeiten mit Tiefengrund, einer Kunstoff-Feuchtigkeitssperre, Acrylfarben und einem 2Komponenten-Klarlack endbehandelt.

 

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